Bilder-SEO, die Optimierung von Bildern für Google und andere Suchmaschinen, ist ein wichtiger Baustein für die Sichtbarkeit deiner Website: Mit gutem Bilder-SEO kannst du dafür sorgen, dass Bilder von Suchmaschinen besser verstanden und in den Suchergebnissen ausgespielt werden. In der Folge sollte deine Website organisch sichtbarer werden; eine Garantie gibt’s aber nicht.
Bevor ich loslege, eine Erklärung dazu, was SEO überhaupt ist: SEO steht für „Search Engine Optimization“, auf Deutsch: Suchmaschinenoptimierung. Damit ist gemeint, dass du deine Website samt Bildern und Texten so gestaltest, dass Suchmaschinen wie Google sie gut finden und in den Suchergebnissen möglichst weit vorne anzeigen. Dafür gibt es jede Menge SEO-Regeln, Infos, Tipps & Tricks. Ein eigener Bereich davon ist eben Bilder-SEO.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Bildrechte: Nutze nur Bilder, für die du das Nutzungsrecht hast: eigene Fotos, lizenzierte Stock-Bilder oder kostenlose Bilder mit passender Lizenz.
- Dateiname: Aussagekräftig und mit Bindestrichen statt „DSC_1234“ oder „IMG_2020 „.
- Dateiformat: JPG für Fotos, PNG für Grafiken mit Transparenz oder Schrift. WebP/AVIF für noch kleinere Dateigrößen.
- Dateigröße: So klein wie möglich, so groß wie nötig. Komprimierungs-Tools wie Shortpixel übernehmen das automatisch.
- Bildgröße: Passe die Größe der Bilder an dein Website-Design an.
- Bildtitel: Hilfreich fürs Organisieren im Backend, aber kein starkes SEO-Signal.
- Alt-Text: Beschreibt den Bildinhalt kurz und enthält dein Keyword; aber nur, wenn es zum Bildinhalt passt. Der Alt-Text ist ein wichtiger SEO-Hebel bei Bildern.
- Bildbeschriftung: Gibt dem Bild zusätzlichen Kontext für Suchmaschinen und Leser*innen.
Inhaltsverzeichnis
- Das Wichtigste auf einen Blick
- 1. Bildrechte
- 2. Dateinamen
- 3. Dateiformat
- 4. Dateigröße
- 5. Bildgröße
- 6. Bildtitel
- 7. Alt-Text
- 8. Bildbeschriftung
- 9. Workflow: Einfügen von Bildern in deine Website (bei WordPress)
- Fazit: Gutes Bilder-SEO kann Reichweite und Sichtbarkeit bringen!
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- Du willst wissen, wie es bei deiner Website um SEO steht?
1. Bildrechte
Ich fange ganz vorne an, und zwar bei den Bildrechten. Achtung: Ich bin keine Rechtsanwältin! Meine Informationen sind nicht aus rechtlicher Sicht geschrieben und ersetzen keine Rechtsberatung. Ich schreibe rein aus der Sicht einer Anwenderin und SEO-Texterin.
Ganz wichtig: Wenn du Bilder auf deiner Website oder in deinem Blogbeitrag zeigst, musst du unbedingt auf die Bildrechte achten, insbesondere auf Urheberrecht und Nutzungsrechte.
Urheberrecht
Das Urheberrecht für ein Bild liegt bei der Fotografin oder beim Fotografen, die/der das Bild gemacht hat. Es kann nicht weitergegeben werden (wenn man von bestimmten, sehr spezifischen Sachverhalten absieht): Einmal Urheber*in, immer Urheber*in. Da lässt sich nichts dran ändern.
Für dich bedeutet das:
- Wenn du auf deiner Website ein fremdes Bild verwendest, solltest du klären, ob du die Urheberin oder den Urheber nennen musst. Bei Bildern von Stock-Anbietern wie Unsplash oder Pixabay ist das oft nicht nötig.
Du hast das sicher schon gesehen: Bei Magazinen und Zeitungen zum Beispiel stehen unter Bildern (fast) immer die Fotocredits mit dem Namen der Fotografin/des Fotografen und/oder der Bildquelle.
Etwa so: Fotocredits xy; oder ©xy.
Mein Tipp
Den Urheber eines Bildes solltest du nicht nur bei deinen eigenen Business-Bildern angeben. Auch bei Bildern, die Kunden dir zur Verfügung stellen (etwa wenn sie dir eine Kundenstimme oder ein Testimonial geben), solltest du klären, ob du den Urheber des Bildes nennen musst. Das wird schnell mal übersehen.
Nutzungsrechte
Fremde Bilder darfst du nicht „einfach so“ verwenden. Ob und wie du ein Bild verwenden darfst, richtet sich nach den Nutzungsrechten.
In den Nutzungsrechten wird vereinbart,
- wie du das Bild verwenden darfst, z. B.:
- ausschließlich privat;
- für deine Website;
- für Artikel in Zeitschriften und Magazinen;
- für Werbekampagnen;
- wie lange du das Bild nutzen darfst, z. B.
- für ein Jahr,
- für drei Jahre,
- unbeschränkt.
Die Nutzungsrechte spielen auch bei Bildern von Stock-Plattformen eine Rolle, sowohl bei kostenlosen als auch bei kostenpflichtigen:
- Bei Stock-Plattformen wie Unsplash oder Pixabay kannst du Bilder herunterladen und im Rahmen der jeweiligen Lizenz nutzen. Häufig darfst du die Bilder kostenlos verwenden und ohne Nennung der Urheber*innen. Auf den Plattformen findest du Informationen dazu, wie du die Bilder nutzen kannst und ob du die Urheber*innen namentlich nennen musst.
Ich empfehle dir, bei jedem Bild die Nutzungsrechte zu überprüfen. Damit du nicht versehentlich etwas übersiehst. - Auf Plattformen wie Shutterstock, iStock oder StockFood kannst du Lizenzen für die Bilder kaufen. Du erwirbst damit die Nutzungsrechte für bestimmte Zwecke, beispielsweise für die Veröffentlichung auf deiner Website. Der Nutzungsumfang wird beim Kauf genau festgelegt.
Je umfangreicher du ein Bild nutzen willst, desto teurer werden in der Regel die Nutzungsrechte. Es macht einen Unterschied, ob du ein Bild in einem privaten Fotoalbum hast und nur Freund*innen und Familie zeigst – oder ob du damit eine Werbekampagne gestaltest und das Bild im ganzen Land auf Plakaten zu sehen ist.
Die Nutzungsrechte spielen auch bei Business-Bildern, die du von einer Fotografin oder einem Fotografen machen lässt, eine Rolle. Du zahlst nicht nur für die Bilder an sich, sondern auch für die Nutzungsrechte. Damit bekommst du die Erlaubnis, das Bild für bestimmte Zwecke zu verwenden.
Meine Tipps
- Ich lege dir wirklich nahe, dass du bei Bildern auf deiner Website Urheberrecht und Nutzungsrechte beachtest. Ungefragt Bilder von anderen zu kopieren und zu verwenden kann richtig teuer werden.
- Frage bei Business-Bildern sicherheitshalber immer nach, wie lange und für welchen Zweck du die Bilder verwenden darfst. Dann gibt es keine bösen Überraschungen.
So gehe ich mit Bildrechten um
- Meine Business-Bilder habe ich bei PressTheButton gemacht. Das ist ein Fotostudio, bei dem man ein Studio mit unterschiedlichen Hintergründen und vielen Props für ca. 20 min mietet und selbst fotografiert. Das ist echt lustig und macht Spaß. Und hat den Vorteil, dass ich selbst Urheberin der Bilder bin; auch die Nutzungsrechte für die Bilder sind dabei.
- Bei Bildern meiner Kundinnen und Kunden, die sie mir mit einer Kundenstimme zur Verfügung stellen, nenne ich die Urheber*innen am Ende der Kundenstimme und/oder im Impressum.
- Auf meinem Foodblog ichmussbacken verwende ich in den Blogbeiträgen ausschließlich Rezept-Bilder, die ich selbst gemacht habe. Da kann ich mir sicher sein, dass alle Rechte bei mir liegen 🙂 .

2. Dateinamen
Der nächste Schritt: Du hast nun Bilder, die du nutzen darfst und auf deine Website stellen willst. Jetzt geht es darum, dass diese Bilder Dateinamen bekommen, die von Suchmaschinen erkannt werden.
So erkennst du schlechte Dateinamen
Sieh dir den Dateinamen an, unter dem die Bilder gespeichert sind: Häufig haben Bilder Dateinamen wie DSC_1234 oder IMG_20201016_0103311. Diese Namen sind für SEO nicht optimal: Suchmaschinen wissen nicht, was hinter diesem Namen steckt. Leserinnen und Leser übrigens auch nicht!
Als Beispiel für schlechte Dateinamen zeige ich dir hier die Bilder einer Erdbeer-Käsesahne-Torte für meinen Foodblog ichmussbacken direkt nach dem Speichern auf der Festplatte. Diese DSC-Dateinamen sind nicht aussagekräftig; niemand kann sich unter beispielsweise „DSC_1396“ etwas vorstellen. Kein Mensch, und auch keine Suchmaschine wie Google:

Das macht gute Dateinamen aus
Für Bilder-SEO solltest du den Bilddateien aussagekräftige Dateinamen geben, die klar den Bildinhalt benennen. Er sagt also aus, was du auf dem Bild siehst. Und zwar konkret, also so, dass Suchmaschinen und Leser*innen sich darunter etwas vorstellen können. Wenn möglich, sollte das Keyword enthalten sein. (Mehr über Keywords liest du in Keyword-Recherche einfach erklärt: So findest du gute Keywords.)
Gute Dateinamen können etwa so aussehen:
- mia-maier-am-laptop
- wohnzimmer-vergleich-vorher-nachher
- rueblikuchen-nach-dem-rezept-meiner-oma
- katze-schnurri-frisst-aus-dem-napf
Damit die Dateinamen von Suchmaschinen ausgelesen werden können, solltest du auf folgende Schreibweise achten:
- Kleinbuchstaben;
- die einzelnen Wörter durch Bindestriche verbunden,
- Umlaute wie ä, ö und ü ersetzt durch ae, oe und ue;
- ohne Sonderzeichen wie „&“, Klammern oder Apostroph.
Ein Beispiel für gute Dateinamen:

3. Dateiformat
Das Dateiformat hat einen Einfluss darauf, wie gut ein Bild für Suchmaschinen optimiert ist:
- Das JPG-Format bzw. JPEG-Format ist in der Regel kleiner als das PNG-Format. Es wird daher schneller geladen und verbraucht weniger Speicherplatz.
JPG/JPEG ist für Fotos ideal, auch für Fotos mit vielen Details. - Das PNG-Format ist sinnvoll für Grafiken, Logos, Screenshots, scharf abgegrenzte Flächen oder Schrift, und für Bilder mit transparentem Hintergrund.
PNG-Dateien sind meistens größer als JPG/JPEG und können deshalb länger laden und mehr Speicherplatz benötigen.
Neben JPG und PNG gibt es mittlerweile zwei modernere Dateiformate, die fürs Web optimiert sind:
- WebP ist bei vergleichbarer Bildqualität deutlich kleiner als JPG oder PNG. Das bedeutet kürzere Ladezeiten, ohne dass du sichtbar an Qualität verlierst. Fast alle Browser zeigen WebP mittlerweile problemlos an.
- AVIF kann bei vergleichbarer Bildqualität noch kleinere Dateien als WebP ermöglichen. Die Verarbeitung kann allerdings mehr Rechenleistung benötigen.
Tipp
Komprimierungs-Tools wie zum Beispiel Shortpixel können Bilder automatisch in das WebP- oder AVIF-Format umwandeln. Soweit ich weiß, musst du dafür nur die passende Option in den Plugin-Einstellungen aktivieren, danach läuft es bei jedem Upload von selbst mit. Ich habe das allerdings noch nicht getestet; ich habe WebP bisher nicht eingerichtet.
Mein bevorzugtes Dateiformat
Ich verwende für meine beiden Websites am liebsten das JPG-Format. Vor allem bei ichmussbacken ist mir wichtig, dass das Dateiformat möglichst klein ist. Ich zeige bei meinen Rezepten sehr viele Bilder, und die sollen natürlich schnell laden. Da ist JPG besser geeignet als PNG.
Ein weiterer Grund spricht beim Backblog für das JPG-Format: JPG braucht weniger Speicherplatz als PNG. Das hat einen Einfluss auf meine monatlichen Serverkosten: Die orientieren sich unter anderem daran, wie viel Speicherplatz ich für den Blog brauche. Je mehr Speicherplatz ich nutze, desto teurer wird der Server.
4. Dateigröße
Mit der Dateigröße ist gemeint, wie groß oder klein eine Bild-Datei im Sinne der Ladezeit ist. Also nicht die Pixel, sondern ob ein Bild eine Dateigröße von Megabytes hat und damit sehr groß ist, oder ob die Größe im Kilobyte-Bereich ist, also eher klein.
Für Bilder-SEO sollte die Dateigröße weder zu groß noch zu klein sein:
- Wenn die Dateigröße zu klein ist, kann die Bildqualität leiden. Das Bild wirkt unscharf; Details sind nicht gut zu erkennen; Schriften sind schwer zu lesen. Das macht keinen guten Eindruck und wirkt einfach nicht sauber und klar.
- Ist die Dateigröße sehr groß, benötigt das Bild eine lange Ladezeit. Das ist schlecht für die Website-Geschwindigkeit und für SEO.
Tipp
Idealerweise optimierst du deine Bilder so, dass sie groß genug sind, um auf Websites sauber angezeigt werden, aber nicht so groß, dass sie die Ladezeiten verlängern.
Es gibt verschiedene Tools, die das übernehmen: Komprimierungs-Tools wie ShortPixel oder Imagify verkleinern die Dateigröße so, dass die Datei kleiner ist, die Bildqualität aber erhalten bleibt. Eine gute Sache: Deine Bilder sehen auf der Website top aus, benötigen aber weniger Speicherplatz und laden schneller.
Ich selbst verwende das ShortPixel (= ein kostenpflichtiges Word-Press Plugin) und bin sehr zufrieden damit. Auch das WordPress-Plugin Imagify soll gut sein; ebenso das Tool TinyPNG. Sieh dir einfach verschiedene Tools an und nimm das, das am besten zu deinen Anforderungen passt.
5. Bildgröße
Die Bildgröße entspricht der Zahl der Pixel, die dein Bild einnimmt. Das erkläre ich am besten mit einem Beispiel: Meine Bilder haben „frisch aus der Kamera“ eine Größe von etwa 4928 x 3264 px. Das ist riesig! So eine Größe ist super, wenn ich das Bild in einem großen Format ausdrucken will, zum Beispiel als A3-Poster oder größer. Das Bild wird gestochen scharf aussehen.
Für eine Website ist diese Größe aber unnötig. Da reicht eine deutlich kleinere Bildgröße. Wichtig ist vor allem, dass die Größe gut in das Website-Design passt.
Tipp
Du solltest die Bilder mit einem Bildbearbeitungstool so zuschneiden, dass sie von der Größe her gut in dein Webdesign passen. Wenn möglich, sollten alle Bilder mit derselben Funktion dieselbe Größe haben; zum Beispiel die Beitragsbilder deines Blogs. Das sorgt für einen einheitlichen und harmonischen Look.
Als Beispiel: Ich schneide die Bilder auf ichmussbacken auf eine Größe von 600 x 900 px zu. Das passt ins Blog-Design und sieht ansprechend aus.
6. Bildtitel
Der Titel eines Bildes ist für SEO nicht so wichtig wie ALT-Text und Dateiname. Für dich selbst hat ein aussagekräftiger Bildtitel dennoch Vorteile: Er hilft dir dabei, den Überblick zu behalten und die Bilder im Backend zu organisieren.
Damit du dir das besser vorstellen kannst, zeige ich dir zwei Beispiele:
Bei meiner Business-Website eva-dragosits ist der Bildtitel in der Regel ähnlich oder identisch mit dem Titel des Blogbeitrags. Die Bilder beim Blogartikel Einen eigenen Blog starten: 10 Tipps für Mindset und Planung haben einfach den Titel „Eigenen Blog starten“.

Wenn ich auf meinem Backblog ichmussbacken das Bild meiner Erdbeertorte mit Frischkäsecreme zeige, ist der Titel „Erdbeertorte mit Frischkäsecreme“. Ich muss es mir nicht komplizierter machen als nötig 🙂 .

7. Alt-Text
„Alt-Text“ steht für „Alternativer Text“. Diese Alt-Texte sind für Bilder-SEO sehr wichtig:
- Sie werden angezeigt, wenn aus irgendwelchen Gründen deine Bilder nicht hochgeladen werden. Durch den Alt-Text erfahren die Leser also, was das Bild zeigt – selbst dann, wenn das Bild nicht erscheint.
- Alt-Texte braucht es außerdem für Barrierefreiheit: Sie werden von Screenreadern oder anderen Tools vorgelesen, wenn Personen mit Sehbehinderung oder andere Personen sich eine Website auslesen lassen.
Gute Alt-Texte liefern eine kurze und knappe Beschreibung des Bildinhalts; also davon, was das Bild zeigt. Wie bei Dateiname und Bildtitel sollten die Alt-Texte das Keyword enthalten, wenn es ganz natürlich zum Bild passt.
Eine Ausnahme gibt es für Bilder, die nur dazu da sind, um einen Beitrag aufzuhübschen, und die mit dem Inhalt an sich nichts zu tun haben. Bei solchen Bildern darf der Alt-Text leer bleiben.
Zwei eigene Beispiele für Alt-Texte:
- Ein Bild für meinen Blogbeitrag Bloggen als Gamechanger hat den Alt-Text: „Unternehmensblog führen: Eva Dragosits blickt gutgelaunt und neugierig in die Kamera“. Weil das Bild eben mich zeigt, wie ich gutgelaunt in die Kamera schaue.
Ich könnte bei diesem Bild auch ausführlicher werden: „Eva Dragosits in grünem Ringelshirt blickt …“, oder ein „vor neutralem Hintergrund“ an das Ende des Alt-Textes setzen. Beides würde genauso passen.

- Der Alt-Text zu einem Nussstrudel lautet: „Nussstrudel nach Omas Rezept, laktosefrei: 2 Strudel von oben, einer davon angeschnitten. Vorne rechts 2 Stück Nussstrudel auf einem Teller.“ Auch diese Beschreibung ist so bildhaft, dass man sich darunter etwas vorstellen kann.

8. Bildbeschriftung
Die Bildbeschriftung ist der Text, der unter dem Bild steht. Auch die Bildbeschriftung kann für Bilder-SEO hilfreich sein: Sie hilft den Leserinnen und Lesern dabei, das Bild einzuordnen, und sie gibt Suchmaschinen weiteren Kontext zum Bild. Und, du ahnst es schon: Wenn es inhaltlich passt und sich ganz natürlich ergibt, kann die Bildbeschriftung das Keyword enthalten.
Häufig kannst du für die Bildbeschriftung einfach den Bildtitel, den Alt-Text oder einen Teil davon verwenden. Ein Beispiel: Der Nussstrudel aus dem vorigen Abschnitt hat den Bildtitel „Nussstrudel nach dem Rezept meiner Oma“. Die Bildbeschriftung ist haargenau dieselbe. Wenn ich ausführlicher sein wollte, könnte ich die Beschriftung ergänzen durch „lecker zu einer Tasse Kaffee“ oder einen ähnlichen Zusatz:

Es geht aber auch anders: Beim Bild aus dem Blogbeitrag Bloggen als Gamechanger (siehe Abschnitt Alt-Text) ist die Bildbeschriftung nicht identisch mit dem Titel: „Ist er schon sichtbar, der Blog?“ steht unter dem Bild.
Das eigentliche Keyword „Unternehmensblog Vorteile“ ist in der Beschriftung nicht enthalten. In diesem Fall war das für mich zweitrangig. Ich fand den Text witzig und passend. Das war mir wichtiger als perfektes Bilder-SEO. Außerdem ist immerhin das Wort „Blog“ enthalten und sorgt für den passenden Kontext.

9. Workflow: Einfügen von Bildern in deine Website (bei WordPress)
Zum Abschluss fasse ich zusammen, welche Schritte du für Bilder-SEO auf deiner Website setzen solltest. Der Reihenfolge nach sehen die Schritte so aus:
- Bild machen oder kaufen. Nutzungsrechte beachten.
- Bild auf der Festplatte und/oder in der Cloud speichern. Dabei auf das Bildformat achten; JPG/JPEG, PNG, WebP und AVIF sind geeignete Dateiformate.
- Bild auf die passende Bildgröße schneiden.
- Dem zugeschnittenen Bild einen aussagekräftigen Dateinamen geben. Die Wörter mit Bindestrichen verbinden.
- Bild in die Mediathek hochladen. Dabei eventuell ein Bildkomprimierungs-Tool wie Shortpixel verwenden, um die Dateigröße zu komprimieren.
- Bild in der Mediathek mit Titel, Alt-Text und Bildbeschriftung versehen. Keywords einbauen, wo es sinnvoll ist.
- Bild auf der Website oder im Blogbeitrag einfügen.
So sieht ein SEO-optimiertes Bild vor dem Einfügen in den Blogbeitrag aus
Als Beispiel zeige ich dir, wie bei ichmussbacken ein Bild aussieht, bevor ich es in den Blogbeitrag einfüge. In diesem Screenshot von meiner Mediathek siehst du blau umrahmt das Bild, dessen Bild-Info ich mir anzeigen lassen will.
Du siehst diese Bild-Info in der Box rechts neben den Bildern. Du siehst dort
- die Dateigröße: 35 kB;
- die Bildgröße: 900 x 676 px;
- das Dateiformat: jpg;
- den alt-Text: Nussstrudel nach Omas Rezept: 2 Stück auf Teller
- den Titel: Nussstrudel nach Omas Rezept

Ich muss zugeben, dass ich bei ichmussbacken die Bilder nicht immer so sorgfältig optimiert habe wie hier beim Nussstrudel. Ich führe den Backblog seit 2013. Das waren andere Zeiten: Der Blog wurde wie von selbst sichtbar, ohne dass ich mich mit SEO auseinandergesetzt habe. Ich musste nicht viel dafür tun außer regelmäßig zu bloggen. Was ich auch gemacht habe: Jede Woche ging ein neues Rezept raus.
Mittlerweile ist das anders. Bilder sind für Suchmaschinen wichtig. Und weil ich nicht abgehängt werden möchte, bin ich bei Bilder-SEO sehr, sehr sorgfältig. Das hat dem Blog für die Sichtbarkeit viel gebracht, und deshalb bleibe ich dran.
Fazit: Gutes Bilder-SEO kann Reichweite und Sichtbarkeit bringen!
Bilder-SEO ist machbar – und kann viel für die Sichtbarkeit deiner Website tun. Anfangs ist es vermutlich ungewohnt, an die vielen Schritte zu denken, aber das sollte schnell zur Routine werden. Der große Vorteil: Selbst wenn du nicht alle Bilder-SEO-Tipps umsetzen kannst, werden Verbesserungen wie aussagekräftige Dateinamen und gute Alt-Texte etwas bewirken. Jeder kleine Schritt zählt!
Mein Tipp: Versuche einfach bei den nächsten Bildern, die du hochlädst, die SEO-Tipps für Bilder umzusetzen. Nach und nach kannst du dann die Bilder optimieren, die für deine Website besonders wichtig sind. Besonders relevante Blogartikel, zum Beispiel, oder wichtige Salespages.
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