Strategie & Sichtbarkeit

Achtsamkeit im Online Business: 22 Strategien aus dem echten Leben

Eva Dragosits blickt suchend herum

Wie Online-Unternehmerinnen es schaffen, im täglichen Business-Wahnsinn nicht durchzuknallen

Als Online-Unternehmer*in ist man ganz schön gefordert: Die Online-Welt ist schnell, fordernd, dauernd in Bewegung. Stressig und anspruchsvoll. Ich habe 5 Kolleginnen danach gefragt, wie sie es schaffen, im Alltags-Wahnsinn nicht durchzuknallen, und sie haben mir ihre Strategien verraten. Diese Strategien für mehr Achtsamkeit im Online-Business – plus meine eigenen – darf ich hier weitergeben. Lies rein – vielleicht kannst du dir ja etwas abschauen. Es sind ein paar coole Ideen dabei 🙂 !

Inhaltsverzeichnis

Wie es zu diesem Blogbeitrag gekommen ist

Die Inspiration zu diesem Beitrag war ein Treffen mit Monika Bodenstein auf der Frankfurter Buchmesse. Wir haben uns dort getroffen, in ein ruhiges Cafè zurückgezogen und gequatscht; unter anderem über unser Business.

Plötzlich hat Monika losgelegt und mir erzählt, wie sorfältig sie mittlerweile ihre Online-Kurse auswählt, damit sie nicht unter Druck kommt. Das war aus dem Bauch heraus, spontan, ehrlich, und super hilfreich. „Das muss ich festhalten“, hab ich mir gedacht. „Und vielleicht sogar teilen.“

Nch diesem Gespräch habe ich mich gefragt, ob andere Unternehmerinnen auch so tolle Achtsamkeits-Strategien haben. Also habe ich kurzerhand ein paar Kolleginnen gefragt, „wie sie es schaffen, im Online-Business nicht durchzuknallen“; mit genau diesem Wortlaut. Und siehe da: alle hatten sofort etwas zu erzählen und sprudelten los!

Ich war erstaunt, wie viele unterschiedliche Strategien meine Kolleginnen aufgezählt haben. Ohne viel nachzudenken. Die Strategien und Tipps kamen direkt aus dem Herzen, sind ungefiltert und echt, erprobt und bewährt. Und hilfreich!

Da ist er also, der Blogbeitrag zu Achtsamkeits-Strategien im Online-Alltag. Damit du dich zurechtfindest: Ich stelle jeweils zuerst die Unternehmerinnen kurz vor, dann beschreibe ich ihre Strategien. Die habe ich einfach durchnummeriert; von der Strategie 1 bei Monika Bodenstein bis zu Strategie 22 bei mir.

Ich wünsche dir viel Spaß beim Lesen und viel Inspiration für dich und dein eigenes Business!

Eva Dragosits blickt ratlos und suchend
Wie schaffe ich es bloß, nicht durchzuknallen?

Monika Bodenstein, Sichtbarkeitscoachin

Monika hilft mit ihrem Unternehmen Monika Bodenstein leisen ruhigen, zurückhaltenden Frauen dabei, entspannt mit dem Smartphone Videos zu drehen und zu bearbeiten, sowie sich in den eigenen Videos selbstsicher und souverän zu zeigen.

Ihr privater und beruflicher Alltag ist bunt und lebendig, manchmal hektisch, und generell schlecht planbar. Da kann immer etwas Unerwartetes passieren, das alle Vorhaben über den Haufen wirft.

Monika hat sich deshalb mehrere Strategien zurechtgelegt, damit sie im Online-Alltag den Überblick behält und nicht in einen Dauer-Stress kommt. Ganz wichtig ist ihr dabei ein achtsamer Umgang mit Online-Kursen: Solche Kurse dauern häufig mehrere Monate und verlangen den Teilnehmer*innen viel ab. Wenn das echte Leben dazwischen grätscht und man einige Zeit lang das Tempo nicht halten kann, verliert man schnell den Anschluss.

Monikas Strategien: Sorgsame Auswahl von Online-Kursen sowie freie Wochenenden

1. Kauf von Online-Kursen genau überlegen
Monika überlegt sich genau, ob sie einen Online-Kurs kauft oder nicht: Wenn sie nicht sicher ist, dass sie das Kurs-Tempo halten kann oder ausreichend Zeit haben wird, um die Inhalte durchzuarbeiten und die Aufgaben zu erledigen, dann kauft sie den Kurs nicht.

2. Kurs verlassen, wenn er nicht passt
Manchmal merkt Monika erst nach dem Buchen, dass der Kurs nicht innerhalb der angegebenen Zeit zu schaffen ist – weil er bis zum Anschlag vollgestopft ist mit Infos, Videos, Workbooks, Aufgaben und To-Dos. Sobald Monika merkt, dass sie die verlangten Aufgaben unmöglich erledigen kann, zieht sie die Reißleine und verlässt den Kurs.

3. Rückgaberecht abklären
Monika klärt deshalb vor der Buchung von Online-Kursen das Rückgaberecht genau ab. Damit sie zur Not abbrechen kann und eine Hintertür offen hat. Gerade bei Kursen, die über mehrere Monate gehen, ist das ihre Rettungsstrategie.

4. Wochenenden frei halten
Die Wochenenden hält sich Monika bewusst frei, weil sie Zeit für die Erholung und die Familie braucht. Da ist sie konsequent. Weiterbildungen, die damit werben, dass man den Kurs “an einem Wochenende durchgearbeitet hat”, haben da keinen Platz. Die bucht sie einfach nicht.

Daniela Jahn, Reiseplattform hiersein.de

Daniela Jahn ist die Gründerin von hiersein.de, einer Plattform für nachhaltige Unterkünfte. Du findest dort eine handverlesene Auswahl von besonderen und wunderschönen Unterkünften in Deutschland. Da sind schnuckelige Ferienwohnungen dabei, Bio-Pensionen, Ferienhotels, sogar ein alter Bauwagen namens Benno. Ich bin jedes Mal begeistert, wenn ich auf der Seite bin. Schau gerne rein, wenn du auf der Suche nach außergewöhnlichen Reisezielen bist!

Daniela hat die Plattform im Alleingang aufgebaut und betreut sie auch allein. Sie wählt die Unterkünfte aus, schreibt die Texte für die Plattform, kümmert sich um das Marketing und Social Media. Zusätzlich macht sie sich etwa 2 x im Jahr auf die Reise und besucht eine Reihe von Unterkünften, quatscht mit den Gastgebern und erkundet die Umgebung. Weil ihr der persönliche Kontakt zu den Gastgebern am Herzen liegt.

Abgesehen von den Reisen zu den Unterkünften findet Danielas Arbeit hauptsächlich vor dem Computer statt. Mit viel konzentriertem Arbeiten, viel Sitzen, wenig Bewegung. Anstrengend und fordernd!

Danielas Strategien: sich regelmäßig Gutes tun

5. Sonnenaufgang fotografieren

Daniela geht (fast) jeden Tag in der Früh auf den Balkon und macht ein Foto vom Sonnenaufgang. Handy ist voll von Sonnenaufgang-Bildern!

Der Hintergrund: Daniela wohnt in München, und sie liebt die Berge und Berg-Wanderungen. Von ihrem Balkon im 5. Stock sieht sie bis zum Wendelstein und bis zur Zugspitze. Während der Woche hat die Arbeit Vorrang; da kommt sie nicht zum Wandern. Aber vom Balkon aus kann sie sich die Berge wenigstens ansehen und sich vorstellen, dass sie dort ist und wandert. In der Früh die Berge zu sehen und zu fotografieren, das gibt ihr Kraft und Energie und Energie.

Auch Abends macht sie regelmäßig Bilder von den Bergen: Wenn sie im Zimmer auf die Bank steigt, sieht sie an bestimmten Tagen abends die Zugspitze in goldenem Licht bei Sonnenuntergang. Und macht ein Bild davon.
Ich finde diese Strategie super. Da freut man sich am Morgen über den schönen Sonnenaufgang und kann sich diese gute Stimmung mit einem Blick aufs Handy zurückholen. Quasi Instant-Gute-Laune!

6. Schöne Kleinigkeiten genießen

Daniela gönnt sich immer wieder Kleinigkeiten, die ihr guttun. Den leckeren Kaffee beim Viktualienmarkt zum Beispiel, den sie zusammen mit ihrem Mann in der Sonne genießt. Damit der Kaffee noch Besonderer wird, fahren sie und ihr Mann ganz stylisch mit der Vespa aus den 60ern hin :-). Aber nur, wenn das Wetter passt!

7. Dinge tun, die man gerne macht

Banz bewusst versucht Daniela, Dinge zu tun, die ihr guttun. Manchmal probiert sie etwas Neues aus; einen neuen Sportkurs zum Beispiel. Oder sie greift etwas auf, das sie früher gern getan hat. Wie gerade jetzt das Kraulen: Sie hat immer schon gerne gekrault, aber bei der Technik war noch Luft nach oben. Jetzt geht sie in einen Kraulkurs, um ihr Kraulen zu perfektionieren.

8. Auf Bewegung achten

Eine ganz klassische Strategie ist auch noch dabei: Daniela achtet darauf, dass die Bewegung nicht zu kurz kommt. Sie geht eine Runde im Park spazieren, geht im Sommer schwimmen, besucht Yoga-Kurse.

Melanie Hafner, Grafikerin und Mediendesignerin

Es ist gar nicht so einfach, Melanie kurz zu beschreiben. Aber ich versuch’s: Melanie ist Grafikerin, kreativer Kopf und vieles mehr. Mit ihrem Unternehmen minschtl macht sie Logos, Design, Werbetechnik und Beschriftung.

Die Begriffe klingen trocken, aber das täuscht. Dahinter steckt eine unglaubliche Menge an Angeboten und Möglichkeiten: Bei Melanie bekommst du coole Logos, perfekt auf dein Unternehmen abgestimmte Branding Farben, geniale Vorlagen für Social Media Posts genauso wie eine Folierung für dein Auto, Werbeplanen und -platten, Sonnenschutzfolien, Leitsysteme, und vieles mehr.

Glaub mir: Wenn Melanie mal loslegt, muss man nur abwarten, was kommt. Sie sprudelt vor kreativen Ideen und kennt sich rundum aus. Absolute Empfehlung von mir; vor allem wenn du ungewöhnliche und kreative Ideen suchst und dich von anderen abheben willst!

Melanies Strategien: Im Business-Alltag auf Körper, Seele und die eigenen Werte achten

9. Flow-Tage ohne Termine

Melanie hält sich ganz bewusst 2 Tage in der Woche Termin-frei. Diese Tage sind ihre Flow-Tage, und sie liebt sie! Da kann sie einen ganzen Tag lang ohne Ablenkung und mit viel Ruhe an ihren Projekten arbeiten und bringt richtig viel weiter. Sehr gerne macht sie schon am Montag einen Flow-Tag, für einen guten und produktiven Start in die Woche.

10. Bewegung und Power-Nap

Melanie achtet darauf, dass an Arbeitstagen Bewegung und Erholung nicht zu kurz kommen:

  • In der Früh geht sie eine Runde Walken oder Gehen, zum Teil mit Nordic Walking Sticks.
  • Mittags hält sie einen kurzen Power-Nap.

Die Kombination aus Bewegung und Power-Nap tut ihr und ihrem Business gut: Wenn Melanie diese Erholungs-Pausen hat, ist sie bei der Arbeit produktiver und kreativer. Beim Walken bekommt sie den Kopf frei, kann die Gedanken einfach kommen lassen – und plötzlich tauchen neue Ideen und Lösungen auf. Beim Power-Nap holt sie sich die Energie für den Nachmittag.

11. Lösungsstrategien für schwierige Situationen entwickeln

Wenn Melanie bei ihrer kreativen Arbeit – oder auch schwierigen Situationen im Leben –nicht weiterkommt und sich endlos das Hirn zermartert, hat sie sich drei Lösungsstrategien zurecht gelegt:

  1. Melanie fragt jemanden um Rat oder Hilfe.
  2. Sie nimmt sich raus aus der Situation und macht eine Pause.
  3. Wenn klar ist, das weder um-Hilfe-Fragen noch eine Pause etwas bringt, denkt sie um. Sie fragt sich einfach: „Was kann ich Schönes daraus machen?“, und versucht, das Positive an der Situation zu finden. Weil es Energieverschwendung ist, sich wegen etwas zu ärgern und zu stressen, das man eh nicht ändern kann.

12. Jemand anderen glücklich machen

Für schlechte Tage hat sich Melanie eine besondere Strategie zurechtgelegt: An solchen Tagen setzt sie sich bewusst das Ziel, dass sie jemanden glücklich macht. Manchmal klappt das über die Arbeit; zum Beispiel, indem sie einen Auftrag abschließt, über den sich Kundin oder Kunde sehr freut. Oder sie schreibt eine schöne Nachricht an jemanden, vielleicht sogar eine handgeschriebene Karte. Oder einen schönen Insta-Story-Post, der andere inspiriert.

Aber auch an den guten Tagen ist Melanies Motto: „1 x am Tag jemanden glücklich machen.“

Dazu eine Anmerkung von mir:

Ist das Motto „1 x am Tag jemanden glücklich machen“ nicht wunderschön? Ich finde, das sollten wir uns alle abschauen!

13. Nur mit Kunden arbeiten, die Wertschätzung mitbringen
Ein weiterer Tipp von Melanie für Achtsamkeit im Online-Business: Wenn Melanie einen Auftrag erledigt hat und ihn abschließt, überlegt sie sich immer, ob die Kundin oder der Kunde wertschätzend oder undankbar war. Wenn es letzteres war, arbeitet sie mit der Person nicht mehr. Weil ihr Wertschätzung für ihre Arbeit wichtig ist. Und wenn sie das nicht bekommt, darf der Kunde gehen.

Und noch eine Anmerkung von mir

Die Flow-Tage habe ich schon übernommen. Wenn irgendwie möglich, halte ich mir nun auch 1-2 Tage pro Woche Termin-frei. Funktioniert super 🙂 .

Sylvia Bieber, Bewusstseins-Coachin

Sylvia Bieber arbeitet in ihrem Unternehmen Sylvia-Bieber-Coaching seit 30 Jahren als Bewusstseins-, Life- und Business-Coachin und begleitet und unterstützt Kund*innen auf ihrem Weg. Zusätzlich bildet sie Menschen zu Coaches aus, die so arbeiten wie sie.

Bei ihren Coachings hat Sylvia einen ganzheitlichen Ansatz: Sie schaut sich immer den Menschen in seiner Gesamtheit an. Ihre Einstellung ist, dass Körper, Geist und Seele eine Einheit sind. Deshalb können in einem Coaching nicht einzelne Bereiche getrennt von den anderen bearbeitet werden.

Sylvias Business-Alltag ist erfüllend, aber auch fordernd, beruflich genauso wie privat. Hier sind ihre Strategien dafür, wie sie im anstrengenden Alltag achtsam mit sich und ihren Energien umgeht.

Sylvias Strategien: auf Erholung achten – und das Hirn vor dititaler Überreizung schützen

14. Abend-Ritual mit Kristallmatte

Bei Online-Tätigkeiten müssen wir – aus neurobiologischer Sicht heraus – jeden Tag unglaublich viel Neues aufnehmen. Immer wieder ploppen neue Infos auf, die wir anschauen und verarbeiten müssen. Das führt irgendwann zu mentalem Overload.

Sylvia merkt bei sich selbst ganz deutlich, dass ab einem gewissen Zeitpunkt ihr Gehirn die vielen Informationen, denen man im Online-Alltag permanent ausgesetzt ist, nicht mehr verarbeiten kann. Dann jucken ihre Augen, und der Kopf ist so voll, dass sie nichts mehr aufnehmen kann.
Ihre Strategie gegen diesen „Information-Overload“ ist ihr abendliches Ritual: Sie geht früh ins Bett und legt sich auf ihre Kristallmatte von Vitori (Werbung, weil Markennennung, unbezahlt).

Sylvia schwört auf diese Matte: Sie stellt das Programm „Schwingungserhöhung“ ein, das ihre eigene Schwingung wieder anhebt. Dabei liest sie ein gutes Buch und genießt die kuschelige Wärme durch die Matte.

Nach der Anwendung ist sie ausgeruht und wieder bei sich. Und oft genug wacht sie am nächsten Morgen auf und hat „über Nacht“ eine Lösung für ein Problem gefunden.
Sylvia setzt diese Matte fast jeden Abend ein, weil es ihr gut tut.

15. Digitale Reize reduzieren

Sylvia achtet darauf, dass sie sich nicht zu vielen digitalen Reizen aussetzt und ihr Hirn nicht überreizt:

  • Kein Fernsehen, kein Streaming: Seit 2 Jahren hat sie keinen Fernseher mehr. Und am PC oder am Laptop wird gearbeitet, aber nicht gestreamt.
  • Wenn Sylvia Einkaufen geht oder einfach eine halbe Stunde oder Stunde etwas erledigt, lässt sie das Handy daheim. Es passiert schließlich nichts Schlimmes, wenn sie mal ohne Handy unterwegs ist. Sie kann sich dann ganz auf das Einkaufen und das echte Leben konzentrieren und genießt das.

16. Früh ins Bett gehen

Eine ganz einfache Strategie: Sylvia geht früh ins Bett und liest vor dem Einschlafen ein gutes Buch.

Cornelia Leisch, Lachtrainerin

Cornelia Leisch ist Lachtrainerin. Sie bietet mit ihrem Unternehmen Cornelia Leisch Lach-Trainings an; für Privatpersonen genauso wie für Firmen und Institutionen. Während der Corona-Zeit fanden die Lach-Kurse online statt, mittlerweile gibt es auch wieder Offline-Kurse.

Cornelia war in der Corona-Zeit nicht begeistert davon, dass Lach-Trainings nun online stattfinden mussten und sie deshalb ihre Online-Sichtbarkeit ausbauen musste. Die vielen Vorgaben und Regeln dafür, wie man online sichtbar und erfolgreich wird, die waren nichts für sie. Sie hat zwar vieles umgesetzt und sich brav an diverse Vorgaben gehalten, war aber nie glücklich damit. Mittlerweile hat sie sich so weit wie möglich von den vielen „Du musst …“- Ansagen befreit. Jetzt führt sie ihr Business so, wie es für sie passt.

Cornelias Strategien: Das Online-Business so führen, wie es für sie passt

17. Kein Social Media mehr

Cornelia hat sich von Social Media mehr oder weniger befreit. Sie hat es ernsthaft versucht mit Social Media. Hat über Jahre regelmäßig gepostet, sich mit ihrer Persönlichkeit und ihrem Business gezeigt. Mit immer weniger Freude an der Sache.
Irgendwann ist Cornelia klar geworden, dass ihr Social Media nicht guttut. Sie hat die Konsequenzen daraus gezogen: Sie postet nicht mehr auf Facebook, Instagram und LinkedIn.

18. Kein Blog mehr

Cornelia hat auch versucht, regelmäßig zu Bloggen. Aber auch hier hat sich herausgestellt, dass das nicht ihr Ding ist. Sie hat einige Male bei 12 von 12 mitgemacht und auch mehrere Jahresrückblicke geschrieben, konnte sich aber nie mit dem Bloggen anfreunden. Die Beiträge haben ihr zwar Spaß gemacht und waren nette Projekte, kosten aber viel Zeit. Und vor allem: Sie bringen Cornelias Business nicht voran. Deshalb verzichtet Cornelia nun aufs Bloggen. Und hat damit weniger Druck im Leben.

19. Fokus auf die Website legen

Statt sich mit Social Media und einem Blog zu verzetteln, konzentriert sich Cornelia jetzt auf ihre Website. Die hält sie aktuell und pflegt sie. Das ist für sie weniger Stress, weniger Druck und mehr Freude.

Einschub von mir:

Ich durfte einmal bei einem Lach-Kurs von Cornelia dabei sein und war überrascht, wie gut er mir tat! Es ging nicht nur ums Lachen, sondern auch um Konzentration, um Koordination, ums Locker-Sein. Wir mussten zum Beispiel unsere Finger verschränken oder in bestimmten Mustern bewegen, um unsere Hirnhälften zu verknüpfen. Übungen für die Gesichtsmuskeln und Lach-Übungen gab es auch.

Klingt vielleicht unspektakulär, war aber lustig und hat vom Gedankenkarussell im Kopf abgelenkt. Nach der kurzen Einheit war ich aufgelockert und gutgelaunt, und voller Energie. War eine coole Sache!

Eva Dragosits, ich selbst 🙂

Mein beruflicher Alltag ist bunt und abwechslungsreich. Ich bin zum einen Texterin und Text-Coachin, zum anderen Foodbloggerin, und drittens Lehrbeauftragte für Interkulturelle Kommunikation an der Fachhochschule Oberösterreich. Bei mir geht es permanent rund. Mal fordert mich die eine berufliche Richtung, mal die andere.

Ich mag die Abwechslung und die Vielfalt an Themen, mit denen ich beruflich zu tun habe. Allerdings ist es herausfordernd, in allen drei Bereichen up-to-date zu bleiben und die unterschiedlichen Anforderungen und Aufgaben unter einen Hut zu bringen.

Eva Dragosits blickt suchend in die Kamera
Wie behalte ich bloß den Überblick?

Meine Strategien: Überblick behalten und positive Verstärker einsetzen

20. Einbunkern im Büro. Mit Kerzerl und Kuchen

Manchmal wächst mir alles über den Kopf. Die To-Do-Liste ist endlos lang und vollgepackt mit Aufgaben, die ich erledigen sollte.

Wenn ich merke, dass ich nicht mehr unterscheiden kann, ob eine Aufgabe wichtig ist oder nicht, dann ist es Zeit für mein Notfall-Programm. Ich schnappe mir meine Unterlagen, nehme mir ein Stück Kuchen oder etwas anders Gutes zum Essen mit, packe ein schönes Led-Kerzerl ein, und ziehe mich in mein Büro zurück.

Dort arbeite ich so lange in Ruhe meine Listen und Aufgaben durch, bis ich mir einen Überblick verschafft habe. Dringende Angelegenheiten, die sofort erledigt werden müssen, arbeite ich ab. Was aufgeschoben werden kann, bekommt eine Reihung. Dabei genieße ich meinen Kuchen und freu mich über das Kerzerl.

Ich bleibe so lange im Büro, bis mein Hirn nicht mehr rattert und ich meinen Terminplan und meine Aufgaben wieder im Griff habe. Das kann auch bis 10 oder 11 Uhr abends dauern.
Dann gehe ich heim. Mit dem Gefühl, dass ich wieder klar sehe und die vielen Aufgaben nicht mehr als unüberwindlicher Berg vor mir liegen. Da fällt mir dann richtig eine Last von den Schultern!

21. Überall kleine Reminder an gute Zeiten verteilen

Ich habe überall im Büro und im Alltag kleine Reminder an schöne Zeiten. Da ist der Schlüsselanhänger, den ich mir vor einigen Jahren in London gekauft habe, als ich dort meine Studienfreundin aus den USA getroffen habe. Die Karte von der Online-Freundin, die mittlerweile zu einer echten Freundin geworden ist. Der Ring, den mir mein Mann zum Geburtstag geschenkt hat. Das Bullet Journal, das ich mir auf der Frankfurter Buchmesse gekauft habe, wo mein Ratgeber/Backbuch präsentiert wurde. Die Sendung-mit-der-Maus-Jausenbox, die vor einer gefühlten Ewigkeit meine Kinder im Kindergarten mitbekommen haben. Und vieles mehr.

Jedes Mal, wenn ich auf diese Reminder schaue, freue ich mich. Die bringen ganz viel Freude und Liebe in mein Leben.

22. Hype-File anlegen

Eine Strategie gegen Selbstzweifel ist mein Hype-File. Das ist ein digitaler Ordner, in dem ich positive Statements über mich und meine Arbeit sammle. Das sind beispielsweise nette Kommentare auf Facebook und Instagram und beim Foodblog, begeisterte E-Mails von Kund*innen, schöne Testimonials. Da hat alles Platz, was mich lobt.

An schlechten Tagen hole ich den Hype-File hervor und lese ihn mir durch. Sorgt sofort für bessere Laune! 😊

Zusammenfassung: 5 Tipps für dich

Wenn ich mir diese vielen Strategien anschaue, kann ich sie zu fünf Tipps für Achtsamkeit im Online-Business zusammenfassen:

  1. Gestalte dein Business so, dass es zu dir passt. Nach deinen eigenen Regeln.
  2. Teile dir deine Aufgaben und deine Zeit so ein, dass du dich nicht übernimmst. Zum Beispiel mit Flow-Tage, oder dadurch, dass du keine Kurse buchst, die dein Zeitbudget sprengen.
  3. Mache regelmäßig Dinge, die dir guttun und dir positive Energie geben. Das kann vom Sonnenaufgang-Foto üer Zeiten ohne Handy bis zu den kleinen positiven Remindern im Alltag gehen.
  4. Lege dir Strategien für schlechte Tage zurecht. Lege dir einen Hype-File an; überlege dir, wen du um Hilfe fragen könntest, richte den Fokus auf Positives .
  5. Achte auf die Bedürfnisse von Körper und Seele: Sorge für Bewegung, Schlaf; gönn dir wohltuende Rituale; halte dir die Wochenenden frei.

Da sind viele coole Ansätze dabei. Ich persönlich kann mir von den Strategien der Kolleginnen viel mitnehmen und werde die eine oder andere Strategie auch für mich probieren.

Fazit

In diesem Blogbeitrag haben 5 Online-Unternehmerinnen – plus ich selbst – ihre Strategien verraten, die für sie selbst funktionieren. Da ist super-viel Input und Inspiration dabei. Ich hoffe, du konntest dir aus dem Beitrag etwas mitnehmen!

Aber letztendlich muss jede*r muss selbst herausfinden, was zur eigenen Person und zum eigenen Unternehmen passt. Da gibt es zum Glück keine Regeln. Und das ist gut so!

Und du? Welche Strategien für Achtsamkeit im Online-Business funktionieren für dich?

Hast du selbst Strategien entwickelt, die dir dabei helfen, im hektischen Online-Alltag bei dir zu bleiben – und nicht durchzuknallen? Schreib es mir gerne in die Kommentarte. Ich bin neugierig auf jeden Tipp 🙂 !

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2 Kommentare Neuen Kommentar hinzufügen

  1. Liebe Eva, vielen lieben Dank für diese wunderbaren Tipps.
    Dein Tipp „Einbunkern im Büro. Mit Kerzerl und Kuchen“ ist eine tolle Idee, denn Kuchen geht immer. Ich setze mich bei turbulenten Zeiten gerne aufs Fahrrad und fühle mich nach 1-2 Stunden wieder wie neugeboren. Das Beste ist: ich brauche dafür keine Vorbereitung.

    1. Eva Dragosits sagt:

      Liebe Sanne,
      Bewegung ist immer gut! Kostet zwar Zeit, bringt aber Energie, tut gut und macht den Kopf frei. Danke für den Radfahr-Tipp!
      Liebe Grüße,
      Eva

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