Strategie

Online sichtbar ohne Social Media: 22 Ideen und Tipps

Online sichtbar ohne Social Media

Online sichtbar werden ohne Social Media – geht das überhaupt? Meine Antwort: Jein. Ganz ohne Social Media ist Online-Sichtbarkeit nur schwer möglich. Es gibt aber zusätzlich zu Social Media viele Möglichkeiten, wie du online sichtbar werden kannst. Meine Ideen und Tipps dazu findest du in diesem Beitrag.

Inhaltsverzeichnis

Ganz ohne Social Media? Ein Gedanken-Experiment

Ich muss zunächst etwas klarstellen: Mit „sichtbar werden ohne Social Media“ meine ich nicht, dass du dein Business komplett ohne Social Media Auftritt betreibst. Das ist meiner Meinung nach kaum machbar.

Überlegen wir mal kurz, was passieren würde, wenn du ganz auf Social Media verzichtest:

  • Du würdest dich ausschließlich auf deine Webseite konzentrieren, sie aber nirgends vermarkten oder herzeigen. Weder auf Facebook noch auf Instagram, LinkedIn, Xing, YouTube, TikTok oder sonstwo. Da wird es wirklich schwer, Leser*innen zu finden.
    Auch die beste Suchmaschinenoptimierung kann dann nur wenig machen: Die Zahl der Seitenaufrufe ist ein Ranking-Faktor. Ohne Sichtbarkeit keine Seitenaufrufe, ohne Seitenaufrufe keine Sichtbarkeit. Social Media sind ein toller Weg, um Seitenaufrufe zu bekommen und dadurch das Ranking deiner Webseite zu verbessern.
  • Du würdest deine Inhalte und Angebote also auf der Webseite zeigen. Neue Inhalte und Angebote könntest du nur über den Newsletter verkünden. Die Frage ist: Wie kommst du ohne Social-Media-Präsenz an Newsletter-Abonnent*innen? Es findet dich ja niemand.
  • Eine weitere Möglichkeit wäre, dass du Gastbeiträge auf anderen Webseiten veröffentlichst. Du könntest also bei Blogs und Online-Anbietern anfragen, ob du bei ihnen einen Gastbeitrag schreiben darfst. Sie werden sich vermutlich kurz über dich informieren wollen, werden aber, abgesehen von der Webseite, nichts über dich finden. Kein Facebook-Auftritt, kein Instagram- oder LinkedIn-Profil, kein YouTube-Kanal, auch sonst nichts. Nicht so gut – ich würde abspringen!
  • Auch viele Weiterbildungen und Veranstaltungen finden auf Social-Media-Plattformen wie Facebook statt. Wenn du dabei sein willst, musst du dort ein Profil haben.

Je länger ich über ein „Keine-Social-Media-Szenario“ nachdenke, desto überzeugter bin ich, dass Online-Sichtbarkeit ohne Social Media nicht machbar ist. Zumindest nicht dann, wenn du dein Online-Business erst aufbaust und nicht bereits online sichtbar bist und/oder eine große Zahl an Newsletter-Abonnent*innen hast.

Mein Verständnis von „Ohne Social Media“

Wenn ich sage, „sichtbar werden ohne Social Media“, dann meine ich damit, dass du Social Media gezielt einsetzt und für dich nutzt. Und zwar so, dass du dich nicht im Social-Media-Hamsterrad aufreibst. Also nicht rund um die Uhr damit beschäftigt bist, deine Social-Media-Kanäle zu betreuen.

Deshalb sind bei meinen Tipps einige dabei, die Social Media nutzen. Aber nicht zum Selbstzweck, sondern als gezieltes Tool. Jetzt aber los mit den 22 Tipps!

Los geht´s mit den Tipps zur Sichtbarkeit
Los geht´s mit den Tipps zur Sichtbarkeit. Konzentration, bitte!

1. Führe einen Blog.

Ein Blog ist ein toller Weg zu mehr Sichtbarkeit – aber nur dann, wenn du strategisch bloggst:

  • Blogge zu Themen, die für deine Leser*innen relevant sind und die sie interessieren. So zeigst du dich als Expertin oder Experte.
  • Kümmere dich um Suchmaschinenoptimierung, SEO. Ich weiß, SEO ist komplex, schwer zu durchschauen, schwer umzusetzen, viel Arbeit, und außerdem für viele ein Angst-Thema. Ich weiß.
    Trotzdem möchte ich dich ermutigen, dass du dich damit auseinandersetzt: Blogbeiträge ohne SEO werden im Internet schlicht und einfach kaum gefunden. Schade um die viele Arbeit, die du dir damit machst!
    Vielleicht kann dir diese Info die Angst vor SEO nehmen: SEO setzt sich aus vielen kleinen und größeren Schritten zusammen. Viele davon sind leicht umzusetzen.
    Ein Beispiel: Wenn du in deinem Blogbeitrag zu einem weiteren Blogbeitrag verlinkst, ist dieser interne Link eine SEO-Maßnahme. Viele SEO-Maßnahmen sind ähnlich einfach umzusetzen; das ist echt machbar!
    Je mehr dieser Maßnahmen du beachtest, desto besser wird deine Suchmaschinenoptimierung. Jede kleine Maßnahme verbessert dein Ranking und macht dich sichtbarer.

In der SEO-Checkliste findest du Informationen zur Suchmaschinenoptimierung und eine Checkliste mit den wichtigsten Maßnahmen. Die Checkliste hilft dir dabei, deine Blogbeiträge für Suchmaschinen zu optimieren.

2. Betreibe Content Recycling.

Immer dieses Fachchinesisch: Mit „Content Recycling“ ist gemeint, dass du aus deinen Inhalten, deinem Content, so viel wie möglich rausholst. Ich bringe diesen Tipp deshalb direkt hinter dem Tipp „Bloggen“, weil ein Blogartikel hochwertiger Content ist und du ihn optimal verwerten sollst.

Die Realität sieht so aus: Wenn du deinen Blogartikel nur ein einziges Mal über deinen Newsletter und deine Social-Media-Kanäle ausspielst, werden ihn nur wenig sehen. Auf Social Media Kanälen schränken Algorithmen deine Reichweite ein; Newsletter werden nicht geöffnet oder landen im Spam. Schade um die viele Arbeit.

Wenn du sichtbar werden willst, dann poste den Inhalt mehrfach und verschaffe ihm dadurch mehr Reichweite:

  • Verlinke auf allen deinen Social-Media-Kanälen zu deinem Blogbeitrag, nicht nur auf einem einzigen Kanal.
    Tipp:
    Sehr praktisch ist die Meta Business Suite: Dort kannst du denselben Beitrag gleichzeitig für Facebook und Instagram veröffentlichen oder planen. Damit sparst du dir viel Zeit.
  • Gestalte und poste mehrere Social Media Posts zum selben Blogbeitrag: Stelle in einem Post zum Beispiel die einzelnen Kapitel deines Blogbeitrags vor; erkläre in einem anderen Post eine wichtige Aussage aus deinem Blogbeitragt; nenne in einem dritten Post den Anlass für den Blogpost. Zitiere aus deinem Blogpost. Wähle unterschiedliche Bilder, Titel und Texte, sodass jeder Post anders aussieht. Wenn du auf Pinterest bist, dann gestalte mehrere Pins zum selben Blogbeitrag. Mach also so viel wie möglich aus deinem Blogbeitrg!
  • Informiere deine Newsletter-Abonnent*innen über deinen Blogbeitrag.
  • Hole alte Blogbeiträge wieder vor den Vorhang: Zeige deinen Abonnent*innen und Follower*innen deine beliebtesten Beiträge; stelle eine Sammlung von alten Blogbeiträgen zu einem bestimmten Schwerpunt vor; zeige Beiträge, die zu einem aktuellen Thema passen..
  • Überarbeite alte Blogbeiträge und poliere sie auf, und erzähle in deinen Social Media Posts und deinem Newsletter davon. Wie du einen alten Beitrag überarbeiten kannst, habe ich hier erklärt: Einen älteren Blogbeitrag überarbeiten: So geht´s.

Du hast Sorge, dass du deine Follower*innen mit der großen Menge von Posts zum selben Beitrag erschlägst? Aus meiner Sicht sind diese Bedenken überflüssig: Es stimmt, einige wenige Follower*innen werden mehrfach auf deinen Blogbeitrag aufmerksam gemacht. Solange du nicht penetrant lästig und präsent bist, ist das völlig in Ordnung.

Viele andere sehen ihn durch diese gehäuften Sichtbarkeits-Aktivitäten wenigstens ein Mal. Wenn du nicht so aktiv bist, sehen sie ihn vielleicht nie!

Bin ich schon online sichtbar?
Bin ich schon sichtbar?

3. Nutze Mundpropaganda und Offline-Netzwerke.

Unterschätze nie die Mundpropaganda: Erzähle allen davon, was du machst. In der Familie, bei Freund*innen, bei Bekannten. Bei Vorträgen, Business-Veranstaltungen, Netzwerk-Treffen. Corona-bedingt kam diese Sichtbarkeits-Maßnahme zwar zu kurz, aber vermutlich werden persönliche Treffen und Veranstaltungen bald wieder möglich sein. Die gute alte Visitenkarte hat noch lange nicht ausgedient!

Mach dich übrigens bitte nicht klein, wenn du deine ersten Aufträge deshalb bekommst, weil du deine Auftraggeberin oder deinen Auftraggeber schon aus der Sandkiste kennst: Auch Aufträge von Familie und Freund*innen sind echte Aufträge!

4. Zeige durch kostenlose Angebote, dass du Expertin oder Experte bist.

Dieser Punkt ist umstritten: Nicht jede*r will das eigene Wissen kostenlos rausgeben. Ich kann das gut verstehen und habe vor einigen Jahren ähnlich gedacht.

Mittlerweile sehe ich das entspannt: Wer ohne dein Expert*innenwissen zurechtkommt, wird dich sowieso nicht buchen. Und diejenigen, die dein Wissen brauchen, erfahren durch deine kostenlosen Angebote, dass sie es bei dir bekommen können. Deshalb sehe ich kostenlose Angebote nicht als unbezahlte Arbeit, sondern als Talentprobe und Investition.

Zu solchen kostenlosen Angeboten gehören die 0-Euro-Produkte; früher Freebies genannt. Mit knackigen und gut gemachten 0-Euro-Produkten kannst du einen ersten positiven Eindruck von dir und deinem Wissen vermitteln.

Noch besser finde ich Angebote, in denen man dich live und über einen längeren Zeitraum unverbindlich kennenlernen kann:

  • Challenges
  • Webinare
  • Kostenlose oder günstige Beta-Kurse
  • Facebook-Gruppen

Mit solchen Angeboten machst du es Teilnehmer*innen leicht: Sie können in dein Angebot hineinschnuppern, zahlen aber nichts oder nur wenig. Die Hemmschwelle ist niedrig, viele potenzielle Kund*innen werden sich das unverbindliche Angebot anschauen.

Bei deinen Angeboten erleben sie sich dann live. Sie merken, ob sie mit dir können oder nicht, und sie merken, ob du ihnen weiterhelfen kannst oder nicht. Kurz, sie finden heraus, ob sie mit dir arbeiten wollen.

Idealerweise wollen dich nach deinen kostenlosen Angeboten nur Personen buchen, die deine Art schätzen und dich als Expertin oder Experte sehen. Das ist doch super!

5. Gib ein Mini-Produkt heraus.

Mini-Produkte sind Produkte, die vergleichsweise wenig Geld kosten, den Käufer*innen aber sehr viel Nutzen bieten. Beispiele dafür sind diese Workbook Vorlagen oder der kompakte Presse-Kurs von Marike Frick (Werbung wegen Verlinkung, unbezahlt). Wertvolle Inhalte, geringe Kosten, da greift man gerne zu.

Für dich als Anbieter*in lohnt sich der Aufwand: Mit einem hochwertigen Mini-Produkt gibst du eine Talentprobe ab. Du zeigst dich als Expertin oder Experte, der Inhalte auf den Punkt bringt. Wenn du damit einen Nerv triffst, spricht sich herum, dass du dich auskennst und gute Arbeit leistet. Diese Mundpropaganda bringt dir Sichtbarkeit.

6. Antworte auf Newsletter.

Du fragst dich jetzt, ob du richtig gelesen hast? Du sollst auf Newsletter antworten?!? Was soll das bringenl?

Ganz einfach: Newsletter sind in der Regel einseitig, von den Online-Anbieter*innen hin zu den Abonnent*innen. Für die Versender*innen kann sich das manchmal ganz schön einsam anfühlen. Man schickt die Newsletter in ein großes schwarzes Loch, ins digitale Nirwana. Nichts kommt zurück. Man hat keine Ahnung, wie die Inhalte bei den Leser*innen ankommen!

Deshalb sind die Versender*innen von Newslettern in der Regel sehr dankbar für wertschätzendes Feedback zum Newsletter. Gerade deswegen, weil sie das so selten bekommen.

Genau deshalb bringt es dir Sichtbarkeit, wenn du auf einen Newsletter antwortest: Du stichst aus der Masse von anonymen Newsletter-Empfänger*innen heraus. Die Versenderin oder der Versender freut sich über deine Nachricht. vielleicht ergibt sich sogar ein kurzer E-Mail-Austausch. Auf jeden Fall bleibt dein Name hängen.

7. Kommentiere bei anderen Blogs.

Auch hier gilt: Durch Kommentare fällst du auf. Vielleicht nicht beim ersten Mal, aber wenn du bei einem oder mehreren Blogs regelmäßig kommentierst, wirst du irgendwann bemerkt.

Kommentare bei anderen Blogs sind auch aus SEO-Sicht gut: Du bekommst dadurch einen Link zurück zu deiner eigenen Webseite, einen sogenannten Backlink. Das ist wiederum eine SEO-Maßnahme. Suchmaschinen wie Google mögen Backlinks, sie wirken sich positiv auf dein Ranking aus.

Immer noch nicht sichtbar?
Immer noch nicht sichtbar?

8. Biete Gastbeiträge an.

Gastbeiträge sind eine tolle Methode, um sichtbar zu werden: Du überlegst dir, bei welchen Blogs du einen Gastbeitrag schreiben könntest, und zu welchem Thema du bloggen könntest. Dann fragst du mit deinem Themenvorschlag an, und wenn alles klappt, erscheint dein Gastbeitrag bei einem anderen Blog. Coole Sache!

Diese Methode bringt dir viel Sichtbarkeit: Du wirst mit einem einzigen Beitrag einer komplett neuen Zielgruppe bekannt, nämlich den Leser*innen des anderen Blogs. Die sollten nun neugierig auf dich und deinen Blog werden und sich auf deiner Webseite umsehen.

Ich selber bin nur bedingt der Fan dieser Strategie; mit Gastbeiträgen hatte ich einige nicht so gute Erfahrungen. Mehr darüber liest du hier: Gastbeitrag für einen anderen Blog schreiben: Vorteile und Nachteile.

Lass dich von meinen Einwänden aber bitte nicht abschrecken. Ob dir Gastbeiträge etwas bringen, wirst du nur herausfinden, wenn du es probierst!

9. Lade andere ein, einen Gastbeitrag für deinen Blog zu schreiben.

Packe das Thema „Gastbeitrag schreiben“ von der anderen Seite an: Bitte andere Expert*innen, ob sie einen Gastbeitrag für deinen Blog schreiben wollen. Wichtig dabei ist vor allem, dass das Thema zu deiner Strategie und deinem Business passt. Es sollte deine eigenen Inhalte ergänzen.

Durch den Gastbeitrag bekommst auch du Sichtbarkeit: Die Expert*innen werden den Gastbeitrag, den sie für deinen Blog schreiben, auf ihren eigenen Social Media Kanälen und in ihren Netzwerken teilen. Dadurch wird ihre eigene Community auf deinen Blog und dein Angebot aufmerksam.

10. Führe Interviews mit Online-Unternehmer*innen.

Frage Personen, die du interessant findest und die thematisch zu deinem Business passen, ob sie dir ein Interview geben. Das Interview veröffentlichst du zum Beispiel auf deinem Blog, in deinem Podcast oder als Video, je nachdem.

Die Interview-Partner*innen müssen nicht zu den „Großen“ gehören oder weithin sichtbar sein. Auch Normalos wie du und ich erzählen spannende Geschichten und bringen viel Wissen mit. Falls du allerdings das Glück hast, dass dir jemand mit sehr viel Sichtbarkeit und Reichweite ein Interview gibt, dann freu dich!

Wie bei den Gastbeiträgen gilt auch hier: Das Interview muss zu deiner Strategie passen und für deine Leser*innen interessant sein. Ich habe zum Beispiel die grüne SEO-Texterin Laura Filz um ein Interview gebeten, weil ich es total spannend finde, wie sie das „grün“ in ihrem Business umsetzt. Ich bin zwar auch Texterin, decke diesen Aspekt aber nicht ab. Lauras Input ist also eine schöne Ergänzung zu meinem Thema.

Ein Tipp von mir: Ich persönlich habe die Erfahrung gemacht, dass Interview-Partner*innen leichter zu finden sind als Gastbeitrags-Autor*innen. Interviews sind einfach weniger Arbeit als Gastbeiträge: Die Interviewfragen geben eine Struktur vor, die interviewte Person muss nur die Fragen beantworten.

11. Versuche, bei einem Podcast eingeladen zu werden.

Podcast haben ein anderes Publikum als Blogs. Überlege dir, zu welchen Podcasts du mit deinem Thema passen könntest, und frage bei den Betreiber*innen an, ob sie Interesse daran haben.

Wie bei Gastbeiträgen und Interviews bekommst du Sichtbarkeit, weil die Betreiber*innen des Podcasts zu dir verlinken und die Leser*innen dich kennenlernen wollen und zu deiner Webseite gehen.

Falls du noch nie bei einem Podcast dabei warst: Das ist eine spannende Sache! Ich durfte 2020 bei Ingrid Liedmeier für die Episode Heute blogge ich: Von der Lehrerin zur Texterin zu Gast sein; Ingrid führt den Podcast Arbeit darf leicht sein: Tipps & Tools für den Jobwechsel. Wenn du die Möglichkeit hast, bei einem Podcast mitzumachen, dann probiere das unbedingt aus!

12. Mache bei kostenlosen Webinaren und Launch-Veranstaltungen aktiv mit.

Auch das bringt Sichtbarkeit: Bringe dich bei den kostenlosen Webinaren und Launch-Veranstaltungen anderer Online-Anbieter*innen aktiv ein!

Momentan finden sehr viele kostenlose Webinare, Launch-Workshops und Beta-Kurse zu den unterschiedlichsten Themen statt. Solche Angebote sind toll, um aktuelle Trends und Entwicklungen zu beobachten ̶ und auch, um sich zu zeigen und auf sich aufmerksam zu machen!

Nutze diese kostenlosen Webinare, Workshops und Kurse, um mit anderen Teilnehmer*innen in Austausch zu treten. Häufig gibt es Vorstell-Posts, Kennenlern-Spiele oder andere Angebote, die die Teilnehmer*innen zum Austauchen bringen wollen. Sei also am Angebot der anderen interessiert, zeige ehrliches Interesse, kommentiere, sag Hallo, tausche aus. Gib gerne auch etwas her, beantworte Fragen, teile dein Wissen. Mach einfach mit und bring dich ein. Du verlierst damit nichts, sondern zeigst dich als Expertin oder Experte!

Achtung: Mit „Einbringen“ meine ich nicht, dass du aggressive Kaltakquise betreibst. Das habe ich auch schon erlebt, und das geht gar nicht. Kaltakquise hat bei den Webinaren, Workshops und Online-Kursen anderer Anbieter*innen null verloren!

Hallo, da bin ich!
Hallo, da bin ich! Und ich habe was zu sagen!

13. Vernetze dich bei Online-Fortbildungen mit anderen Teilnehmer*innen.

Wenn du einen Online-Kurs buchst, ergeben sich daraus automatisch viele neue Kontakte: Im Lauf des Kurses lernt man sich bei den Online-Treffen und in den begleitenden Gruppen ziemlich gut kennen. Es zeigen sich Sympathien (manchmal auch Antipathien); man unterstützt sich gegenseitig und hilft einander weiter. Im Idealfall einsteht eine echte Community, eine Gemeinschaft, die sich als Gruppe sieht.

Die Anbieter*innen on online-Kursen wissen genau, wie wertvoll so eine Community ist. Viele von ihnen fördern deshalb ganz e gezielt den Austausch unter ihren Teilnehmer*innen, zum Beispiel mit Themen-Posts oder bestimmten Aktivitäten in Facebook-Gruppen.

Und wenn tatsächlich eine Community entsteht, die sich gegenseitig weiterhilft, unterstützt und pusht, dann ist das aus meiner Sicht ein absoluter und nahezu unbezahlbarer Mehrwert eines Online-Kurses!

14. Biete anderen dein Testimonial an.

Biete Personen, bei denen du gebucht oder gekauft hast, dein Testimonial an. Das hast zwei Vorteile: Erstens freut sich jemand über dein schönes Testimonial.

Und zweitens bringt ein Testimonial auch dir etwas: In der Regel wird neben deinem Statement dein Bild gezeigt, möglicherweise wird auch deine Webseite genannt und verlinkt. Alle, die dein Testimonial sehen, werden auch dich aufmerksam. Dein Statement, dein Bild, dein Name bleiben hängen. Wenn noch dazu ein Link zu deiner Webseite führt, hast du einen wertvollen Backlink.

Ein Testimonial ist aus meiner Sicht eine absolute Win-Win-Situation. Beide Seiten profitieren davon!

15. Mach bei Online-Gewinnspielen mit.

Denke mal an den letzten Dezember zurück: Da gab es jede Menge Gewinnspiele. Große Gewinnspiele mit sagenhaften Preisen, kleine Gewinnspiele mit super-süßen kleinen Preisen, und alles Mögliche dazwischen. Auch bei Launch-Workshops wird unter den Teilnehmenden häufig ein kostenloser Platz im Kurs verlost.

Auch wenn du zu denen gehörst, die noch nie bei einem Gewinnspiel gewonnen haben: Mach mit! Erstens kannst du wirklich gewinnen. Die Teilnehmer*innenzahlen sind vor allem bei kleineren Webseiten und Accounts oft überschaubar.

Und zweitens hinterlässt du mit deiner Teilnahme vielleicht irgendwo einen bleibenden Eindruck. Wenn du mitmachst, fällst du auf jeden Fall mehr auf, als wenn du nicht mitmachst.

Ein Input zu meiner eigenen Erfahrung:
Ich habe im Dezember bei meinem Online-Adventskalender 3 Gewinnspiele veranstaltet. Dafür habe ich eine Liste mit allen Personen geführt, die bei meinen Posts auf Facebook und Instagram kommentiert haben.
Erst durch diese Liste ist mir bewusst geworden, wie häufig einige Personen kommentiert haben! Die hatte ich vorher gar nicht wahrgenommen, weil ich die Kommentare durch meine „kenne ich – kenne ich nicht“-Brille gesehen hatte. Jetzt habe ich diese Personen umso mehr auf dem Schirm.

16. Führe ein Gewinnspiel durch.

Das ist die Königsklasse: Veranstalte selber ein Gewinnspiel! Anlässe gibt es genug. Dein Geburtstag, deine Unternehmensgründung, einfach deine Freude über den wunderschönen Tag. Überlege dir einen Gewinn, der am besten in einem Zusammenhang mit deinem Unternehmen steht. Das muss nicht unbedingt ein riesiger Gewinn sein; auch kleine Geschenke sind meistens sehr gerne gesehen.

Eine gute Idee finde ich es, wenn du deine Leistung verlost, zum Beispiel einen Logo-Check, einen Kleiderkasten-Check oder ein 1:1 Coaching. Die Gewinnerin oder der Gewinner lernt dadurch dich und deine Leistung kennen, du bekommst vielleicht ein Testimonial und gute Mundpropaganda, wirst eventuell weiterempfohlen.

Gewinnspiel veranstalten für mehr Online-Sichtbarkeit

Durch ein Gewinnspiel wirst du übrigens auch viel über dein Business und deine Follower*innen lernen: Du wirst erfahren, wie viele überhaupt mitmachen; und du wirst merken, wie groß das Interesse an deinem Gewinn ist. Das Gewinnspiel ist also auch Feedback für dich. Probiere es einfach mal aus!

17. Nimm bei Blogparaden teil.

Die Idee einer Blogparade ist, dass eine Bloggerin oder ein Blogger viele Blogbeiträge zu einem bestimmten Thema sammelt und in einem Blogbeitrag veröffentlicht. So kommen sehr viele Beiträge zusammen, Leser*innen finden eine Vielfalt von Informationen rund um das Thema.

Ich kenne solche Blogparaden ganz stark aus dem Foodblog-Bereich. Da hatte beispielsweise Clara von Tastesheriff lange Zeit die Aktion #ichback´smir laufen. Sie gab jeden Monat ein Motto aus, und in einem bestimmten Zeitraum konnte jede*r Foodblogger*in einen neuen Blogbeitrag zum Thema beisteuern und bei Clara verlinken. Im Februar 2016 kam etwa eine schöne Sammlung Partyfood zusammen; von mir sind Erdnuss-Karamell-Brownies dabei.

Im Business-Bereich kenne ich Blogparaden weniger. Momentan fällt mir vor allem 12 von 12 von Caro von Draußen nur Kännchen ein; da ist das Prinzip ähnlich: Am 12. des Monats kann jede*r einen Blogbeitrag mit 12 Bildern zum jeweiligen Tag posten und im entsprechenden Beitrag dazu verlinken. Ich habe im Februar 22 Monat mitgemacht, hier geht es zu meinem 12 von 12.

Für Leser*innen ist diese Aktion eine tolle Gelegenheit, um einen Einblick in den Alltag von anderen Blogger*innen und Unternehmer*innen zu erhalten, und um neue Blogs kennenzulernen.

Ein weiterer Grund spricht dafür, dass du bei Blogparaden mitmachst: Du bekommst wiederum einen Backlink zu deiner Webseite.

18. Schalte Anzeigen, zum Beispiel Facebook Ads, Google Ads oder Pinterest Ads.

Auch nicht zu unterschätzen sind bezahlte Anzeigen. Facebook und Instagram schrauben die organische Reichweite immer weiter herunter; der Aufbau von Sichtbarkeit auf LinkedIn, Xing und über Pinterest braucht Zeit. Und die hat man nicht immer.

Deshalb sind Facebook Ads, Google Ads und andere Ads großartige Tools, wenn du schnell sichtbar werden willst! Klar, die Anzeigen kosten. Aber wenn sie dir Einnahmen und Kund*innen bringen, dann sind sie aus meiner Sicht ein höchst effizientes und wirkungsvolles Mittel zum Zweck.

19. Nutze Google my Business.

Google my Business ist eine tolle Möglichkeit, um einen professionellen ersten Eindruck zu machen. Hier kannst du dein Business vorstellen, die Leser*innen sehen deine Bewertungen und deine Testimonials, du kannst Bilder einstellen. Ein schönes Google my Business Profil macht definitiv Eindruck!

Allerdings kann ich zu diesem Punkt momentan nicht so viel sagen, wie ich gerne sagen würde: Ich bekomme mein Google my Business Profil nämlich gerade nicht in den Griff. Das steht auf meiner To-Do-Liste.

20. Betreibe Pressearbeit.

Vergiss nicht auf die analoge Sichtbarkeit: Wenn du es mit deinem Business in die Presse schaffst, bekommst du dadurch große Sichtbarkeit. Erwähnungen in Zeitungen und Magazinen machen richtig Eindruck, und du baust damit deinen Expert*innen-Status aus. Ein Artikel in der Presse ist eine Art Qualitätssiegel.

Zeige deine Presseerfolge unbedingt auf deiner Webseite! Und natürlich teilst du sie auf Social Media. So verwandelst du die analoge Sichtbarkeit durch die Presseartikel in eine Online-Sichtbarkeit.

21. Hab Spaß und sei spontan!

Ständige Sorgen um Sichtbarkeit und Reichweite machen verkrampft, unlocker und faltig!

Denke nicht immer nur an die Liste und die Sichtbarkeit. Mach auch mal das, was dir Spaß macht und leicht fällt, selbst wenn es auf den ersten Blick vielleicht wenig zielführend ist. Oft ergibt sich gerade aus spontanen und ungeplanten Aktionen etwas Schönes!

man muss auch Spaß haben!
Man muss auch mal Spaß haben!

22. Geduld, Geduld, Geduld!!!

Lass dir Zeit und sei bitte geduldig! Sichtbarkeit passiert nicht über Nacht, und auch nicht innerhalb von Wochen. Sichtbarkeit dauert. Du kannst sie nicht erzwingen; ohne Gelassenheit geht es nicht. Hie und da ein Ommmm kann nicht schaden!

Mein Fazit: Kleine Schritte summieren sich!

Bei meinen Tipps und Ideen für mehr Sichtbarkeit geht es nicht darum, dass du verbissen alle Punkte abarbeitest. Ich verstehe sie mehr als Input und Gedankenanstoß. Du hinterlässt damit viele kleine Fußabdrücke im Netz, und die summieren sich. Vertrau darauf.

Such dir die Tipps heraus, die zu dir und deinem Business passen und die du ausprobieren möchtest. Vor allem: Bleib dran – und hab Spaß dabei!

Hab ich was vergessen?

Fällt dir noch etwas ein, das die Online-Sichtbarkeit erhöht? Hast du Tipps und Ideen? Gib mir gerne in den Kommentaren Bescheid!

Wenn du über neue Blogbeiträge, Angebote und Projekte auf dem Laufenden bleiben willst, dann abonniere meinen Newsletter. Ich schreibe normalerweise etwa alle 2 Wochen einen Newsletter, manchmal öfter, manchmal seltener. Und nur dann, wenn ich etwas zu sagen habe 🙂 !

In meiner kostenlosen SEO-Checkliste findest du Informationen zur Suchmaschinenoptimierung und eine Checkliste mit den wichtigsten Maßnahmen. Die Checkliste hilft dir dabei, Blogbeiträge zu schreiben, die von Suchmaschinen auch gefunden werden!

Für Pinterest

11 Kommentare Neuen Kommentar hinzufügen

  1. Liebe Eva, einmal mehr ein super interessanter Blogbeitrag – deine lese ich wirklich immer gerne. Drei gute Tipps sind für mein Business dabei, ein Workbook ist eine klasse Idee, ich bin dann mal am Schreibtisch.
    Sonnige Grüße aus Hannover,
    Katrin

    1. Eva Dragosits sagt:

      Liebe Katrin,
      vielen Dank für dieses schöne Feedback! Du meinst, ein Workbook als Tiny Offer und Talentprobe? Das klingt spannend. Halte mich gerne auf dem Laufenden 🙂 !
      Liebe Grüße,
      Eva

  2. Liebe Eva,

    wow – soooo viel Input!!! Danke Dir dafür.
    Auch wenn ich vieles tatsächlich schon mache, kannte ich doch das ein oder andere noch nicht, bzw. sah bisher den Nutzen dahinter nicht.

    Weiterhin viel Erfolg beim Sichtbar werden (bzw. sein)
    Sylvia

    1. Eva Dragosits sagt:

      Liebe Sylvia,
      Sichtbarkeit dauert leider. Je mehr kleine Maßnahmen man setzt, desto besser. Die Konsequenz macht sich auf Dauer beszahlt!
      Dir auch viel Erfolg weiterhin!
      Liebe Grüße,
      Eva

  3. Liebe Eva, was für eine Freude, diesen Blogbeitrag von dir zu lesen (und nicht nur diesen)! Dank dir für deine tolle Sammlung an Tipps, die ich mir gern von Zeit zu Zeit wieder durchlesen und -ah ja, das wollte ich ja auch längst machen- Punkt für Punkt abhaken oder wenigstens erwägen werde. Aber so richtig gelacht habe ich über deine Fotostrecke! Philine Bach wäre stolz auf dich. Wundervoll.

    1. Eva Dragosits sagt:

      Liebe Dominika,
      es freut mich, wenn dir die Tipps weiterhelfen! Vieles davon ist ja gar nicht schwer oder aufwändig. Man vergisst es nur im Tagesgeschäft immer wieder. Also bleiben wir dran!
      Liebe Grüße,
      Eva

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